Es sei, so die
südhessischen Jusos, schon nahezu pervers, wie der hessische
Noch-Ministerpräsident auf der einen Seite die Kürzung von Geldern für
die
Kinderbetreuung fordert, aber auf der anderen Seite zig Millionen Euro
Steuergelder in private Elite-Einrichtungen steckt. Der Wiesbadener
Juso-Vorsitzende Hendrik Schmehl weist zudem darauf hin, dass die
Jamaika-Regierung
in Wiesbaden gleichzeitig Gelder beim Kinderferienprogramm kürzt und der
Stadt
heute schon erhebliche Mittel für dringend notwendige Schulsanierungen
fehlen.
„Der
derzeitigen Zunahme von Privatschulangeboten und -nachfrage stehen wir
daher äußerst
skeptisch gegenüber“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Swen
Klingelhöfer. Diese Entwicklung dürfe laut Klingelhöfer nicht dazu
führen, dass
sich ganze Gesellschaftsschichten in private Bildungseinrichtungen
verabschiedeten, da die Verbesserung staatlicher Angebote immer erste
Priorität
des staatlichen Bildungswesens sein müsse. „Damit sprechen wir uns nicht
grundsätzlich gegen private Schulformen aus. Aber eine Förderung
alternativer
Schulformen auf privater Basis darf niemals zu Lasten des staatlichen
Bildungssystems gehen!“, erklärt Behnam Yazdani, Vorsitzender der
südhessischen Jusos abschließend.


