„Ein
Bundestagsbeschluss zur Einführung der Finanztransaktionssteuer auf
EU-Ebene würde einen echten Durchbruch bedeuten: Neben Deutschland und
Österreich, das einen solchen Beschluss bereits gefasst hat, würden
weitere EU-Länder nachziehen und damit auch einen starken Impuls in
Richtung G20 senden“, so Oxfams Kampagnenleiter Jörn Kalinski. Selbst
mit einem geringen Steuersatz von 0,05 Prozent auf den spekulativen
Handel mit Finanzvermögen könnten jährlich Hunderte Milliarden Euro für
Armutsbekämpfung und den weltweiten Klimawandel zusammenkommen.
Detlev von Larcher vom bundesweiten
Attac-Koordinierungskreis ergänzt: „Die gestrige Zusage von
Bundeskanzlerin Merkel, sich für eine internationale
Finanztransaktionssteuer einzusetzen, hören wir gerne. Allerdings hält
sie sich das Hintertürchen für die viel weniger wirksame
Finanzaktivitätssteuer Steuer offen. Diese Fluchttür muss der Bundestag
verschließen. Nur eine Finanztransaktionssteuer macht riskante,
kurzfristige Spekulation unrentabel und hilft, das Finanzcasino endlich
zu schließen."
„Wir fordern alle Fraktionen des
Bundestages auf, morgen eine Einführung einer Finanztransaktionssteuer
zu beschließen. Sollte sich Schwarz-Gelb weiter verweigern, unterstützen
wir ausdrücklich eine baldige Europäische Bürgerinitiative. Die
Verursacher der Krise müssen endlich an den Kosten beteiligt werden“,
fordert die Juso-Bundesvorsitzende, Franziska Drohsel.
Ab 13 Uhr können Fotos der Aktion
kostenlos unter http://www.oxfam.de/mitmachen/armut/oxfam-stunt
heruntergeladen werden.
Im Internet:
• Informationen zur Kampagne "Steuer
gegen Armut"
http://www.steuer-gegen-armut.org/
• Internationale
Unterschriftenkampagne:
http://www.makefinancework.org/?lang=de


